Spenderbrief 2015: Herzlichen Dank an unsere Spender!
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1. Januar 2017

Dieser Fall des jungen“ Little Gopals“  beruht auf einer fast himmlischen Eingebung!

….die himmlische Eingebung ….

Es begann nach unserem ersten Einsatz in Kekri Rajasthan/November 2015.

Auf unserer Rückfahrt nach Delhi machten wir halt in Achrol, ein verträumtes Dorf  30 km von Jaipur entfernt. Wohngebiet des mächtigen Geschlechts der  Achrols  – einst die engsten Verbündeten des Maharajahs von Jaipur. Vor ca. 60 Jahren prägten beide Familien mit dem märchenhaften „Achrol Mahal“ und dem imposanten „Achalgarh“ in ihrer malerischen Schönheit  das Land. Heute ist diese Herrlichkeit dieser architektonischen Wunder nur noch zu erahnen. Sie sind dem allmählichen aber sicheren Verfall geweiht zur Bedeutungslosigkeit verurteilt

Eines ist jedoch noch erhalten – der Temple des Gopal ji – im Westen als Gott Krishna bekannt. Um 6 Uhr, morgens und abends, macht der Priester die Pforte des Temples auf, die

Dorfbewohner strömen zusammen – darunter auch  viel junge Mädchen, denn wenn sie hier regelmäßige Gopal ji anbeten, bekommen sie ihren „Märchenprinzen“ als Ehemann.

Hier vor diesem Temple fand meine erste Begegnung mit dem neuen jährigen „Little Gopal“ statt.

Ein kleiner Junge, der mir  zulief  und danach nicht mehr von der Seite wich. Ich sprach mit ihm, seine Antwort? Ein strahlendes Lächeln.

„Er kann nicht sprechen“, sagte mir ein junges Mädchen – „ Er wird sprechen“ – platzte es aus mir heraus.

Am nächsten Morgen traten wir unsere Rückreise nach Delhi an.

In März 2016 flog ich erneut nach Indien. Als erstes fuhr ich nach Achrol und dann gingen wir zum Arzt. „Little Gopal“ wurde untersucht, die Audiometrie ergab, dass er unter einer hochgradigen Gehörlosigkeit litt. Eine Operation würde nichts nützen sagten zwei verschiedene Spezialisten.

Der Junge bekam ein Siemens Hörgerät und 14 Tage intensive Logopädie.

Ich habe persönlich jeder Sitzung beigewohnt. Die Geschwindigkeit der Sprachentwicklung war verblüffend. Jeden Tag faszinierte mich der Fortschritt den er machte.

Heute ist er mit einem „Disability Certificate“ ausgestattet und ab Juli 2016 ist  er in eine Sonderschule aufgenommen, wo er einen auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen  Unterricht erhält.

Dies, sehr verehrte Spender , als Präambel – ein kleines Märchen.

Heute  dient dieser Ansporn  und Dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung PRANA ein Pilot Projekt  für effektive und  nachhaltige medizinische Versorgung von hörgeschädigten Kindern zu  ermöglichen und zugleich eine Perspektive für eine etwas gerechtere Zukunft in Aussicht zu stellen

(Ref: Hearing Disability…rural areas in North India and Nepal)

Wir sind sehr darüber im Klaren, dass unsere Tätigkeit nicht allen Bedürftigen helfen kann, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Dennoch, wenn einzelne dieser Tropfen doch das eine oder andere dieser zarten Pflänzchen vor dem endgültigen Verwelken bewahren können, verbuchen wir dies als Erfüllung eines großen Wunsches.