Spenderbrief 2015: Herzlichen Dank an unsere Spender!
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Dieser Fall des jungen“ Little Gopals“  beruht auf einer fast himmlischen Eingebung!

….die himmlische Eingebung ….

Es begann nach unserem ersten Einsatz in Kekri Rajasthan/November 2015.

 

Die erste Begegnung:

Auf unserer Rückfahrt nach Delhi machten wir halt in Achrol, einem verträumten Dorf  30 km von Jaipur entfernt. Es ist das Wohngebiet des mächtigen Geschlechts der Achrols – einst die engsten Verbündeten des Maharajahs von Jaipur. Vor ca. 60 Jahren prägten beide Familien mit dem märchenhaften „Achrol Mahal“ und dem imposanten „Achalgarh“ in ihrer malerischen Schönheit das Land. Heute ist die Herrlichkeit dieser architektonischen Wunder nur noch zu erahnen. Sie sind dem allmählichen aber sicheren Verfall geweiht und zur Bedeutungslosigkeit verurteilt

Eines ist jedoch noch erhalten – der Temple des Gopal ji – im Westen als Gott Krishna bekannt. Um 6 Uhr, morgens und abends, öffnet der Priester die Pforte des Temples und die Dorfbewohner strömen zusammen – darunter auch viele junge Mädchen. Denn es heißt, wenn sie hier regelmäßig Gopal ji anbeten, bekommen sie ihren „Märchenprinzen“ als Ehemann.

Hier vor diesem Tempel fand meine erste Begegnung mit dem neuen jährigen „Little Gopal“ statt.

Ein kleiner Junge, der mir zulief und danach nicht mehr von meiner Seite wich. Ich sprach mit ihm, seine Antwort? Ein strahlendes Lächeln.

„Er kann nicht sprechen“, sagte mir ein junges Mädchen – „ Er wird sprechen“ – platzte es aus mir heraus.

Am nächsten Morgen traten wir unsere Rückreise nach Delhi an.

 

Das Märchen beginnt:

In März 2016 flog ich erneut nach Indien. Als erstes fuhr ich nach Achrol und dann gingen wir gemeinsam zum Arzt. „Little Gopal“ wurde untersucht und die Audiometrie ergab, dass er unter einer hochgradigen Gehörlosigkeit litt. Eine Operation würde nichts nützen, sagten zwei verschiedene Spezialisten.

Der Junge bekam ein Siemens Hörgerät und 14 Tage intensive Logopädie.

Ich habe persönlich jeder Sitzung beigewohnt. Die Geschwindigkeit der Sprachentwicklung war verblüffend. Jeden Tag auf’s Neue faszinierte mich der unglaubliche Fortschritt, den er machte.

Heute ist er mit einem „Disability Certificate“ ausgestattet und wurde in einer Sonderschule aufgenommen, wo er ab Juli 2016 einen, auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen, Unterricht erhält.

 

Dies, sehr verehrte Spender als Präambel – ein kleines Märchen.

Heute dient dieser Ansporn und Dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung PRANA  ein Pilot Projekt für effektive und  nachhaltige medizinische Versorgung von hörgeschädigten Kindern zu ermöglichen und zugleich eine Perspektive für eine etwas gerechtere Zukunft in Aussicht zu stellen

(Ref: Hearing Disability…rural areas in North India and Nepal)

Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Tätigkeit nicht allen Bedürftigen helfen kann, dass es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Dennoch, wenn einzelne dieser Tropfen doch das eine oder andere dieser zarten Pflänzchen vor dem endgültigen Verwelken bewahren können, verbuchen wir dies als Erfüllung eines großen Wunsches.